Der Name Aluminium leitet sich vom lateinischen “alumen” (Alaun) ab. Aluminium ist das dritthäufigste Element und häufigste Metall in der Erdkruste. Dem deutschen Chemiker Friedrich Wöhler gelang die Herstellung von reinem Aluminium in Pulverform im Jahr 1827, welches damals teuer war als Gold. In der heute bekannten Form wird Aluminium erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts verarbeitet. Neben der Primärgewinnung von Aluminium aus Bauxit ist das Recycling von Aluminiumabfall ein wichtiger Faktor auf der Angebotsseite.
Heute ist Aluminium auf Grund seines geringen Gewichts aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob in der Automobilindustrie, in der Verpackungsindustrie, Flugzeugbau oder im Baugewerbe, Aluminium ist überall gefragt. Zudem ist das Metall leicht verformbar und verfügt über eine hervorragende Leitfähigkeit.
Die größten Verbraucher sind die USA, Europa und China. Die größten Produzenten sind China, Russland und die USA. Die wichtigsten Erzvorkommen befinden sich in Australien, Guinea und Jamaika, Brasilien, Jamaika, Indien, Guyana und Indonesien.
Aluminium ist neben Kupfer das am stärksten gehandelte Industriemetall und wird an der LME und an der NYMEX gehandelt. Die Notierung an der London Metal Exchange (LME) erfolgt in US-Dollar je Tonne (t), wobei ein Kontrakt 25.000 t umfasst. An der New York Mercantile Exchange (NYMEX) erfolgt die Notierung in US-Cent pro amerikanischen Pfund (lb.), wobei ein Kontrakt 44.000 lbs. umfasst. (1 lb. = 0,453592 kg, 1 t = 2.204,62 lbs.)
Wichtige Börsen: LME und NYMEX / COMEX
Kontrakt-Zyklen – LME: täglich neu, Cash-Lieferung und 3-Monats-Kontrakt, zusätzlich Kontrakte mit Laufzeiten bis zu 63 Monaten
Kontrakt-Zyklen – NYMEX: monatlich, immer 24 Monate im Voraus
Kontrakt-Größe: LME: 25 t, NYMEX: 44.000 lbs.
Share/SaveMit einem Anteil von über 50% ist die Naturfaser Baumwolle der bedeutendste Textilrohstoff der Welt. Von den Büscheln langer Fasern in den Früchten des Baumwollstrauches leitet sich der Name Baumwolle ab. Seit 3.000 v. Chr. ist Baumwolle als Textilrohstoff bekannt und begehrt. Nachdem im 19. Jahrhundert mit der Mechanisierung der Textilindustrie die Voraussetzungen für eine rationelle Verarbeitung geschaffen worden waren, begann der eigentliche Aufschwung. Selbst in der Textilproduktion unserer modernen High-Tech-Gesellschaften ist die Faser noch immer Nummer 1.
Größter Produzent ist China mit einem Marktanteil von 24%, dahinter die USA (20%), Indien (14%) und Pakistan (8%), neben Brasilien, Ägypten und der Türkei. Das einzige Land mit einer nennenswerten Produktion in der EU ist Griechenland. Größte Baumwolle-Importeure sind China und Indonesien.
Der Baumwoll-Kontrakt notiert in US-Cent je amerikanisches Pfund, wobei die Größe 50.000 lbs. beträgt. Die Baumwollqualität entspricht der Sorte Nr. 2, bei der die Länge der Faser 1 2/32 Inches betragen muss.
Wichtige Börsen: NYBOT
Kontrakt-Zyklen: März, Mai, Juli, Oktober, Dezember
Kontrakt-Größe: 50.000 lbs
Share/SaveVor Millionen von Jahren entstand aus den Rückständen von Meerespflanzen und Tieren, die die Urmeere bevölkerten, das Rohöl. Die Nutzung von Rohöl als Energiequelle begann 1854, mit der Erfindung der Kerosin-Lampe.
Erdöl ist als bedeutendster globaler Energieträger der wichtigste Rohstoff der Industriegesellschaften. Es ist bei der Erzeugung von Elektrizität und Wärme unverzichtbar und dient als Treibstoff für fast alle Transportmittel. In der chemischen Industrie wird es als Einsatzstoff bei der Herstellung unzähliger Kunststoffe verwendet und findet sogar in Kosmetika und Medikamenten Anwendung.
Insgesamt gibt es auf der Welt Dutzende von Rohölsorten, die alle unterschiedliche Eigenschaften und Preise haben. Die Herkunft reicht von Alaska North Slope über Arab Light bis zu Zuetina, einer Stadt in Libyen. An den Terminbörsen in London und New York werden jedoch standardisierte Produkte gehandelt, so genannte Referenzöle. Die Preise aller anderen Sorten werden dann als Abschlag oder Zuschlag auf das Referenzöl ermittelt. Für die USA ist das meistgehandelte Referenzöl West Texas Intermediate (WTI). In Asien beherrscht Dubai Fateh den Markt. Weiter Referenzölsorten sind Leona, Tijuana, Alaska North Slope, Zuetina oder Urals.
Das in Nordamerika geförderte Öl (vor allem West Texas Intermediate) wird unter der Bezeichnung WTI-Light Sweet Crude Oil als Future an der New York Mercantile Exchange (NYMEX) gehandelt. Das aus Ölfeldern in der Nordsee stammende Öl wird in London an der International Petroleum Exchange (ICE) mit der Bezeichnung Brent-Future gehandelt. Die beiden Future notieren in US-Dollar und beziehen sich auf 1.000 Barrel (Fass), wobei ein Barrel 159 Liter entspricht.
Wichtige Börsen: NYMEX und ICE
Kontrakt-Zyklen: monatlich
Kontrakt-Größe: 1.000 Barrel
Share/SaveSchon im Altertum faszinierte Gold die Menschen und es wurde geschätzt wegen seiner Seltenheit, Dauerhaftigkeit und Schönheit. Wie Archäologen erforscht haben, wurde Gold bereits 2000 v. Chr. in Ägypten gefördert. König Krösus ließ die ersten Goldmünzen im 6. Jahrhundert v. Chr. herstellen. Die Römer brachten ihre ersten Goldmünzen 50 v. Chr. heraus.
Gold ist ein Edelmetall, das selten in Reinform vorkommt, sondern meist in Form von Legierungen. Es verfügt über eine hohe Dichte und wird durch Luft, Feuchtigkeit, Hitze und den meisten Lösungsmitteln nicht angegriffen. Gold lässt sich gut verarbeiten und verfügt über hervorragende Leitfähigkeit für Elektrizität und Wärme. Diese Eigenschaften machen das gelbe Edelmetall zu einem wichtigen Rohstoff für die Industrie. Der wichtigste Einsatzbereich ist die Elektroindustrie. Ein anderer wichtiger Bereich, in dem Gold schon seit 3000 Jahren verwendet wird, ist die Zahntechnik. Die mit großem Abstand wichtigste Branche in der Gold verarbeitet wird ist mit 75 % jedoch die Schmuckindustrie.
Auf allen Kontinenten wird Gold gefördert, mit Ausnahme der Antarktis (dort ist Bergbau verboten) Südafrika ist mit 16 % Marktanteil der Hauptproduzent. Weitere Vorkommen sind in den USA (v. a. Nevada) mit 12 %, in Australien mit 11 %, Russland mit 6,2 % und Kanada mit 5,8 % Marktanteil. 2003 lag die Minenproduktion bei 2593 Tonnen. Aus dem Recycling-Prozess kamen weitere 943 Tonnen. Das Gesamtangebot daraus ergab 3536 Tonnen. Gold hält praktisch ewig und taucht in der einen oder anderen Form immer wieder auf. Da immer tiefer gegraben werden muss, um auf neue Goldvorkommen zu stoßen, steigen die Kosten für die Goldförderung. Die Basis für den Goldpreis sind die Förderkosten. ältere Minen, die besonders hohe Kosten aufweisen, müssen geschlossen werden, sobald der Goldpreis zurückgeht. Dadurch wiederum verringern sich die Fördermengen. Zu Kapitalanlagezwecken lagert etwa 15 % der Jahresproduktion in Form von Goldmünzen und -barren in Tresoren. Seit Jahren besteht bei Gold ein Nachfrageüberhang. Zunehmend wird diese Lücke durch den Verkauf von Zentralbankgold geschlossen; ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage wäre heute ohne die enormen Goldbestände der Zentralbanken undenkbar.
Der Kongress der Vereinigten Staaten entschied 1792 das ausgegebene Papiergeld durch Gold und Silber zu decken. Gold erhielt damit eine formale Rolle als Währung. Bei der Zentralbank konnte jeder Bürger sein Papiergeld gegen Gold und Silber eintauschen. 1971 hob Präsident Richard Nixon den Goldstandard auf. Der Zusammenbruch des Abkommens von Bretton Woods war die Folge. Die Preise von Gold und die Wechselkurse bewegen sich seitdem – zumindest in der Theorie – unabhängig voneinander. Deshalb haben die noch bestehenden beträchtlichen Goldreserven der Zentralbanken heute keine Bedeutung mehr. Allenfalls geben sie dem Staatsbürger ein (allerdings unerklärliches) Gefühl der Sicherheit. In den Tresoren der Zentralbanken lagern weltweit über 30 000 t Gold. Die Federal Reserve Bank hält den größten Anteil daran (ca. 26 %), gefolgt von der Deutschen Bundesbank (ca. 11 %) und der Banque de France (9,7 %). Legt man einen Goldkurs von 400 USD/Unze zugrunde, verfügt Deutschland über Gold im Wert von 44,8 Mrd. USD. Die geringe Bedeutung des Goldes als Deckung der Währung wird jedoch deutlich, wenn man bedenkt, dass allein die Neuverschuldung fürs nächste Jahr in etwa diesem Betrag entspricht.
Die weltweiten Goldvorräte sind zurzeit so hoch wie noch nie in der Weltgeschichte. Gold ist – im Gegensatz zu anderen Rohstoffen die verbraucht werden – praktisch unzerstörbar. Der Preis für eine Feinunze Gold überwand im Januar 2006 die Marke von 560 USD und markierte damit den höchsten Stand seit 25 Jahren. Der Goldpreis verdoppelte sich damit innerhalb von vier Jahren. Die weltweiten, noch im Boden lagernden Goldreserven schätzt man auf 100.000 Tonnen, wovon etwa die Hälfte in Südafrika vermutet wird. Gold korreliert zumeist negativ zum US-Dollar: Fällt also der Dollar, steigt oftmals das Gold. Nach wie vor ist Gold aufgrund seiner Einzigartigkeit und seines Wertes eine beliebte Absicherung gegen Vermögensverfall in Zeiten von Inflation oder Krieg.
Wichtige Börsen: New York Mercantile Exchange (COMEX) Chicago Board of Trade Tokyo Commodity Exchange.
Notierung: U.S. Dollar und Cents pro troy ounce (oz.)
Kontrakt-Zyklen: Der Handel wird für die Lieferung aktuellen Monat ausgeführt; die nächsten 2 Kalendermonate; jeden Februar, April, August und Oktober innerhalb einer 23 Monats-Periode; und jeden Juni und Dezember innerhalb einer 60 Monats-Periode beginnend mit dem aktuellen Monat.
Kontrakt-Größe: 100 oz.
Share/SaveWertmäßig ist Kaffee nach Rohöl der wichtigste Rohstoff und nach Wasser das am häufigsten konsumierte Getränk der Welt.
Die Kaffeepflanze (lat. Coffea) gehört zur Familie der Rötegewächse. Sie wächst rund um den Äquator in den tropischen Regionen und braucht das ganze Jahr über viel Regen und Temperaturen oberhalb von 21° C. Die Früchte des Kaffeebaumes, die Kaffeebohnen, sind das wichtigste Agrargut im globalen Nord-Süd-Handel und erinnern von Form und Farbe her an Kirschen. Pro Jahr werden aus der Ernte eines Kaffeebaums 1 bis 1,5 Pfund gerösteter Kaffee produziert.
Kaffee wurde im 9. Jahrhundert in Äthiopien, in der Region Kaffa, entdeckt. Durch Sklavenhändler gelangte das Getränk im 14. Jahrhundert nach Arabien, von wo aus es sich immer weiter ausbreitete. Eines dieser ersten Kaffeehäuser war der Geburtsort der London Stock Exchange.
Vier Kaffeesorten werden unterschieden: Arabica, Robusta, Liberica und Excelsa. Die letzten beiden sind eher irrelevant, die Arabica hingegen macht etwa 60 % der Weltproduktion aus. Wichtigste Anbauländer für diese Sorte sind Brasilien und Kolumbien. Andere große Produzenten sind Costa Rica, Mexiko und Guatemala.
Die Nachfrage nach Kaffee ist durch saisonale Schwankungen gekennzeichnet. Extreme Bewegungen, wie man sie etwa von Schweinebäuchen kennt, gibt es zwar nicht, da sich aber gezeigt hat, dass in den warmen Sommermonaten 12% weniger Kaffee getrunken wird als im Jahresdurchschnitt, gehen die Kaffeeimporte im späten Frühjahr und im Sommer zurück, bevor sie dann im Herbst und Winter wieder anziehen. Der größte Kaffeeproduzent der Welt war im Jahr 2005 Brasilien mit 2,179 Mio. Tonnen grünen Kaffeebohnen, was ca. 28,2% der Welternte ausmachte, gefolgt von Vietnam, Indonesien und Kolumbien. Ein Sack Kaffee wiegt 60 kg.
Der Arabica-Kaffee wird ausschließlich an der New York Board of Trade (NYBOT) gehandelt. Der Future wird in US-Cent pro amerikanisches Pfund (lb) gehandelt und umfasst 37.500 lbs. Das entspricht in etwa 283 Säcken a 60 kg (1 lb = 0,453592 kg). Der seit dem Jahr 2000 an der London International Financial Futures Exchange (LIFFE) gehandelte Kaffee der Sorte Robusta umfasst 5 Tonnen (= 83 Säcke). Die Notierung erfolgt in US-Dollar pro Tonne.
Wichtige Börsen: NYBOT und LIFFE
Kontrakt-Zyklen – NYBOT: März, Mai, Juli September und Dezember
Kontrakt-Zyklen – LIFFE: jeder zweiter Monat, beginnend im Januar
Kontrakt-Größe: NYBOT: 37.500 lbs, LIFFE: 5.000 t
Share/SaveÜber 3000 Jahre reicht die Geschichte des Kakaos zurück. Der Baum galt Mayas und Azteken als heilige Pflanze. Seit dem Barock war Schokolade in Italien, Frankreich und an den deutschen Fürstenhöfen bekannt und begehrt, in England fand sie bereits Eingang in die bürgerlichen Schichten. Als 1728 Spanien das Kakaomonopol verlor, geriet der Handel in die Kontrolle der Holländer. Im 19. Jahrhundert endete mit dem Abstieg des Adels und dem Aufschwung des Bürgertums im 19. Jahrhundert vorläufig die Ära der Trinkschokolade. Mit der industriellen Revolution begann jedoch für das „braune Gold“ der endgültige Durchbruch.
Der bis zu 15 Meter hohe, immergrüne Kakaobaum wächst im tropischen Regenwald. Man unterscheidet ungefähr 20 verschiedene Kakaoarten. Criollo und Forastero werden zur Schokoladenherstellung verwendet. Der Anteil der in Südamerika angebauten Criollo, der edelsten und teuersten Sorte, an der Weltproduktion macht nur 15% aus. Die viel robustere Sorte Forastero wird in Afrika angepflanzt und findet überwiegend bei Kakaomischungen. Im September/Oktober beginnt die Haupterntesaison in Westafrika und kann bis Januar/März andauern.
Der wichtigste Handelsplatz für Kakao ist die New York Board of Trade (NYBOT) Börse. Der Future wird in US-Cent pro Tonne (t) gehandelt und umfasst 10 Tonnen Kakao pro Kontrakt. Der Handel an der London International Financial Futures Exchange (LIFFE) begann im Jahr 2000. Die Kontraktgröße ist mit 10 Tonnen identisch, jedoch erfolgt die Notierung in britischen Pfund.
Wichtige Börsen: NYBOT und LIFFE
Kontrakt-Zyklen – März, Mai, Juli September und Dezember
Kontrakt-Größe: jeweils 10 t, jedoch in US$ bzw. in Brit. Pfund
Share/SaveVom ersten Abbauort, der Insel Zypern, wurde der Name “Kupfer” abgeleitet. Seit über 10.000 Jahren wird Kupfer verwendet. Nach Eisen und Aluminium wird Kupfer am häufigsten verbraucht. Reines Kupfer ist hellrot, hart und gut schmiedbar. Auf Grund seiner mechanischen, physikalischen, biologischen und chemischen Eigenschaften kommt das Schwermetall Kupfer in zahlreichen Lebensbereichen zum Einsatz.
In der Industrie ist Kupfer eines der am häufigsten verarbeiteten Metalle. Es besitzt hervorragende Leitfähigkeit für elektrischen Strom (nur Silber leitet noch besser), hohe Widerstandsfähigkeit gegen jegliche Art von Korrosion und ist leicht zu verformen. Kupfer wird auch zur Herstellung von Messing (Kupfer-Zink-Legierung) und Bronze (Kupfer-Zinn-Legierung) verwendet, die eine höhere Härte aufweisen, als das Basismetall selbst.
In der Sanitäts- und Elektroinstallation werden etwa 75% der weltweiten Kupferproduktion weiterverarbeitet. Auf einer Kupferoberfläche können keine Bakterien entstehen, da Kupfer biostatisch ist. Um die Verbreitung von Bakterien einzugrenzen, wird das Metall daher verstärkt bei der Herstellung von Lebensmitteln, in Klimaanlagen und selbst bei Türklinken verwendet. Auch die Bedeutung von Kupfer im Sektor High-Tech (z.B. bei Computerchips, Sonnenkollektoren, Hybridmotoren) nimmt immer mehr zu.
Weltweit schätzt man die Ressourcen auf 2,3 Mrd. t, wobei erst 12% abgebaut worden sind. 1,6 Mrd. Tonnen vermutet man auf dem Festland, weitere 700 Mio. Tonnen unter dem Meeresboden. Ein besonderes Merkmal von Kupfer ist, dass es ohne Qualitätsverlust recycelt und wiederverarbeitet werden kann und somit unerschöpflich ist. Mehr als ein Zehntel der weltweiten Kupferproduktion, in Deutschland sogar fast die Hälfte, wird so über Energie sparendes Recycling von kupferhaltigem Schrott abgedeckt. Weltweit wird Kupfer abgebaut, in Chile und den USA liegen momentan die größten wirtschaftlich förderbaren Reserven. Man schätzt, dass diese ungefähr 20 Prozent der globalen Reserven ausmachen. Im Jahr 2003 wurden 15,21 Mio. Tonnen Kupfer produziert. Mit einem Anteil von 35% an der Weltproduktion war dabei Chile der größte Produzent, dahinter liegen Indonesien mit 8,4 % und die USA mit 8,0%. In Australien, Peru, im Kaukasus, auf den Philippinen, im Iran und in Spanien, Portugal, Polen und Deutschland befinden sich weitere große Erzlagerstätten.
Da Kupfer heute überwiegend in der Bauindustrie und in der Elektroindustrie zum Einsatz kommt, ist der Umfang der Bautätigkeit in den Industrie- und den Schwellenländern, wie gegenwärtig speziell in China, maßgeblich für die Nachfrage. Seit Anfang 2003 liegt die Nachfrage nach Kupfer über dem Angebot, wodurch die Lagerbestände mittlerweile nahezu gänzlich ausgeschöpft sind. Zudem verlagerte sich in den letzten Jahren die Kupfer verarbeitende Industrie verstärkt in die Schwellenländer. Beispiel hierfür ist die Produktion von Bauelementen für Klimaanlagen in China.
Kupfer ist neben Aluminium das am stärksten gehandelte Industriemetall und wird an der LME und an der NYMEX gehandelt. Die Notierung an der London Metal Exchange (LME) erfolgt in US-Dollar je Tonne (t), wobei ein Kontrakt 25.000 t umfasst. An der New York Mercantile Exchange (NYMEX) erfolgt die Notierung in US-Cent pro amerikanischen Pfund (lb.), wobei ein Kontrakt 25.000 lbs. umfasst. (1 lb. = 0,453592 kg, 1 t = 2.204,62 lbs.)
Wichtige Börsen: LME und NYMEX / COMEX
Kontrakt-Zyklen – LME: täglich neu, Cash-Lieferung und 3-Monats-Kontrakt, zusätzlich Kontrakte mit Laufzeiten bis zu 63 Monaten
Kontrakt-Zyklen – NYMEX: monatlich, immer 23 Monate im Voraus
Kontrakt-Größe: LME: 25 t, NYMEX: 25.000 lbs.
Share/SaveDie viehwirtschaftlichen Rohstoffprodukte gehören zur Gruppe der Agrar-Rohstoffe. Beim Handel von Rindern wird zwischen Mastrindern und Lebendrindern unterschieden.
Als Lebendrind (engl.: Live cattle) werden schlachtreife Tiere bezeichnet, die unmittelbar zur Fleischproduktion genutzt werden können. Die Rinder bringen ein durchschnittliches Gewicht von 1.200 amerikanischen Pfund (= 544 kg) auf die Waage. Die Kontraktgröße entspricht in etwa 30 – 40 Tiere.
Die Preisentwicklung der Rinder-Kontrakte hängt nicht nur von der generellen Nachfragesituation ab, sondern auch von der Saisonalität und der Preisentwicklung an den Futtermittelmärkten (z.B. Mais und andere Getreidearten). Aber auch Tierseuchen und Epidemien (beispielsweise BSE) wirken sich nicht nur auf die betroffene Fleischgruppe selbst aus, sondern erzeugen einen wechselseitigen Substitutionseffekt auf alle Fleischarten.
Größter Produzent, als auch Verbraucher von Rindfleisch sind die USA. Auf Platz 2 der Rinderproduktion folgen die EU-Länder, Brasilien und China.
Handelsplatz für den Lebendrind-Future ist die Chicago Mercantile Exchange (LME). Die Notierung erfolgt in US-Cent pro amerikanischen Pfund (lb.), wobei ein Kontrakt 40.000 lbs. umfasst. Das Durchschnittsgewicht schlachtreifer Rinder liegt bei rund 1.200 lbs (1 lb. = 0,453592 kg). Die täglichen Preisschwankungen sind nach oben und unten mit einem Limit von 3 Cent, im Vergleich zum Schlusskurs des Vortages, versehen. Wenn das Limit an zwei aufeinander folgenden Tagen erreicht wird, kann die Börse die Spanne ausweiten.
Wichtige Börsen: CME
Ticker-Symbol: LC, im elektron. Handel: LE, , Clearing: 48 Tick-Größe: 0,025 US-Cent pro pound (10 US$ pro Kontrakt)
Kontrakt-Zyklen: jeder zweite Monat, beginnend im Februar
Kontrakt-Größe: 40.000 lbs
Handelszeiten: Parkett (”open outcry”) und elektronischer Handel Globex: Montag bis Freitag, 9.05 – 13.00 Uhr Chicago Zeit (CT).
Share/SaveDie viehwirtschaftlichen Rohstoffprodukte gehören zur Gruppe der Agrar-Rohstoffe. Der Handel an den Terminbörsen findet bei den Schweineprodukten in Form von lebenden Tieren und in Form von Schweinebäuchen statt.
Als “Mageres Schwein” (engl.: Lean Hog) werden dabei schlachtreife Schweine mit einem Alter von etwa einem halben Jahr und einem Gewicht von 220 – 240 amerikanischen Pfund (99,8 – 108,9 kg) bezeichnet. Ein Kontrakt umfasst 40.000 lbs (18,14 to), was in etwa 165 Tiere entspricht.
Die Preisentwicklung der Magerschein-Kontrakten hängt nicht nur von der generellen Nachfragesituation ab, sondern auch von der Preisentwicklung an den Futtermittelmärkten (z.B. Mais und andere Getreidearten), die für die Aufzucht der Schweine benötigt werden. Modetrends, aber auch Tierseuchen und Epidemien (beispielsweise Schweinepest, BSE, Vogelgrippe) wirken sich nicht nur auf die betroffene Fleischgruppe selbst aus, sondern erzeugen einen wechselseitigen Substitutionseffekt auf alle Fleischarten. Im Gegensatz zur Lagerhaltung von tiefgefrorenen Schweinebäuchen oder im Vergleich zum Rinder-Markt, verfügen die Züchter über geringere Möglichkeiten, auf Preisschwankungen zu reagieren, indem sie Schweine einige Monate früher oder später zum Schlachten geben.
Weltweit werden pro Jahr rund 92 Mio. Tonnen Schweinefleisch produziert. Wichtigster Produzent ist mit annähernd 50% die Volksrepublik China. Größter Exporteur von Schweinefleisch ist dagegen die EU, gefolgt von Kanada und den USA. Wichtigstes Importland ist Japan, gefolgt von den USA, Russland und Mexiko.
Handelsplatz für den Magerschwein-Future ist die Chicago Mercantile Exchange (LME). Die Notierung erfolgt in US-Cent pro amerikanischen Pfund (lb.), wobei ein Kontrakt 40.000 lbs. umfasst (1 lb. = 0,453592 kg). Die täglichen Preisschwankungen sind nach oben und unten mit einem Limit von 2 Cent, im Vergleich zum Schlusskurs des Vortages, versehen. Unter bestimmten Bedingungen kann die Börse die Spanne ausweiten.
Wichtige Börsen: CME
Kontrakt-Zyklen: Februar, April, Mai, Juni, Juli, August, Oktober, Dezember
Kontrakt-Größe: 40.000 lbs
Share/SaveMais (engl.: Corn) ist eine Getreideart (wie Weizen, Reis, Hirse, Roggen, Hafer), die zur Familie der Süßgräser (Poaceae) gehört. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Mexiko, wird aber heutzutage weltweit angebaut. Der Mais-Future zählt traditionell zu den am stärksten gehandelten Rohstoffkontrakten. Gemessen an der Anzahl kommt er gleich nach dem Rohöl, dicht gefolgt von den Sojabohnen.
In den Entwicklungsländern wird die Pflanze überwiegend für die menschliche Ernährung eingesetzt (z.B. Tortillas, Maisbrei). Im Gegensatz dazu wird Mais in den Industrieländern hauptsächlich in Form von siliertem Mais für die Tierfütterung, die sich bestens zur Vorratshaltung eignet, verwendet. Obwohl 2/3 der weltweiten Maisproduktion zu tierischen Futtermitteln verarbeitet werden, gewinnt die Nutzung von Mais zur Gewinnung von Ethanol (Bio-Kraftstoff) immer stärker an Bedeutung. Allein in den USA liegt der Anteil bereits heute über 20 Prozent.
Laut Statistik rangiert die weltweite Maisproduktion mit rund 700 Mio. Tonnen auf Platz 1, noch vor Weizen und Reis. Die größten Produzenten von Mais sind mit deutlichem Abstand die USA und China, gefolgt von Brasilien, Mexiko und Argentinien. Zu den Importländern gehören vor allem Japan, Mexiko, Taiwan und Südkorea.
Wichtigster Handelsplatz für Mais ist das Chicago Board of Trade (CBOT). Die gehandelten Kontrakte notieren in US-Cent je Scheffel (engl.: Bushel, Einheit: bu.), wobei ein Kontrakt 5.000 Scheffel umfasst (1 bu. Mais = 25,4012 kg). Die täglichen Preisschwankungen sind nach oben und unten mit einem Limit von 20 US-Cent versehen.
Wichtige Börsen: CBOT
Kontrakt-Zyklen: März, Mai, Juli September, Dezember
Kontrakt-Größe: 5.000 bu.
Share/SaveDie viehwirtschaftlichen Rohstoffprodukte gehören zur Gruppe der Agrar-Rohstoffe. Beim Handel von Rindern wird zwischen Lebendrindern und Mastrindern unterschieden.
Die Zwischenstufe zwischen Kalb und schlachtreifen Rindern wird an den Terminbörsen als Mastrind (engl.: Feeder cattle) bezeichnet. Die Kontraktgröße von 50.000 lbs (= 22,68 t) entspricht in etwa 65-70 Jungtieren.
Nach 6-8 Monaten und einem Gewicht von 300 bis 600 amerikanischen Pfund werden die Kälber von den Muttertieren getrennt. Erreichen die Tiere kurze Zeit später ein Gewicht von 600 bis 800 Pfund, werden sie als Jungrinder (= Mastrinder) zur weiteren Mast an die Farmer verkauft. Das ausgewachsene Rind wiegt 4 bis 8 Monate später ca. 1.200 Pfund und wird als so genanntes Lebendrind an die Schlachthäuser verkauft.
Die Preisentwicklung der Rinder-Kontrakte hängt nicht nur von der generellen Nachfragesituation ab, sondern auch von der Saisonalität und der Preisentwicklung an den Futtermittelmärkten (z.B. Mais und andere Getreidearten). Aber auch Tierseuchen und Epidemien (beispielsweise BSE) wirken sich nicht nur auf die betroffene Fleischgruppe selbst aus, sondern erzeugen einen wechselseitigen Substitutionseffekt auf alle Fleischarten.
Handelsplatz für den Mastrind-Future ist die Chicago Mercantile Exchange (CME). Die Notierung erfolgt in US-Cent pro amerikanischen Pfund (lb.), wobei ein Kontrakt 50.000 lbs. umfasst (1 lb. = 0,453592 kg). Die täglichen Preisschwankungen sind nach oben und unten mit einem Limit von 3 Cent, im Vergleich zum Schlusskurs des Vortages, versehen. Unter bestimmten Bedingungen kann die Börse die Spanne ausweiten.
Wichtige Börsen: CME
Ticker-Symbol: FC, im elektron. Handel Globex: GF, Clearing: 62 Tick-Größe: 0,025 US-Cent pro pound (12,50 US$ pro Kontrakt)
Kontrakt-Zyklen: März-Mai, August-November monatlich; zusätzlich Januar
Kontrakt-Größe: 50.000 lbs
Handelszeiten: auf dem Parkett (”open outcry”) und elektronischer Handel Globex: Montag bis Freitag, 9.05 – 13.00 Uhr Chicago Zeit (CT)
Share/SaveNach Ansichten mehrerer Analysten dürfte sich Molybdän in 2009 besser behaupten als andere Industriemetalle. Molybdän wird hauptsächlich zur Erzeugung von hochfesten Metalllegierungen verbraucht und findet auch in der Ölverarbeitung als Katalysator zur Schwefelentfernung Verwendung. Auch in elektronischen Bauteilen ist Molybdän zu finden. Das Angebot bleibe knapp und die Nachfrage steige weiter trotz der internationalen Finanzkrise, heißt es. Der Stahl- und Ölbedarf dürfte zwar bei einer Abschwächung der Wirtschaft zurückgehen, andererseits werde die Nachfrage weiter das Angebot übersteigen. Die jährlich produzierten 400 Millionen lbs des Metalls werden größtenteils verbraucht. Es wird mit einer Steigerung des Bedarfs um 5 bis 7 Prozent gerechnet. Bedingt durch die gegenwärtigen Turbulenzen könnte allerdings der Zuwachs eher am Ende der genannten Spanne bleiben oder sogar auf 4 Prozent sinken, stellt der Bergbauspezialist Stefan Ioannou von Haywood Securities fest. Auf jeden Fall wird es eine positive Entwicklung geben, meint er. Ein weiteres Indiz dafür, dass die Finanzkrise das Angebotswachstum im gesamten Metallbereich einschließlich Molybdän begrenzen könnte, wird von Bart Melek von BMO Capital Markets in der für die Produzenten schwierigeren Beschaffung von Betriebskapital gesehen, um geplante Vorhaben zu finanzieren. Die Hauptmenge des Molybdäns wird als Nebenprodukt bei der Kupferherstellung gewonnen. Im Kupferbergbau muss inzwischen aus tieferen Erzschichten mit entsprechend größerem technischem und finanziellem Aufwand gefördert werden, so dass die Angebotsaussichten gedämpft werden. Der Preis für Molybdän bewege sich immer noch deutlich über der Rentabilitässchwelle der Minen. Zusätzlich könnte Molybdän unter Preisdruck geraten, wenn die Nachfrage aus China zurückgeht und die Handelshäuser und Verarbeiter ihre Lagervorräte aufbrauchen, um in der Finanzkrise ihre Barmittel zu schonen. Catherine Virga von CPM Group verweist allerdings darauf, dass die Lagerbestände zur Zeit niedrig sind und deshalb die Nachfrage weiter das Angebot übersteigen werde. Molybdän werde sich im Vergleich zu anderen Industriemetallen stärker im Preis behaupten. Phil Newman von CRY Strategies sieht Molybdän sogar als “potenziellen Star”.
Handelseigenschaften
- Tägliche Anweisungen bis 3 Monate, wöchentlich bis 6 Monate, monatlich bis 15 Monate.
- Handel via Ring, Select und Telefon.
- 1 Ring pro Tag aufgeteilt zwischen Kobalt und Molybdän um 12:20 Uhr.
- Täglich außerbörslicher Handel.
- Festgelegte Größe.
- Markteintrittszeitpunkt: Februar 2010.
Lieferungspunkte in Rotterdam, Baltimore, Singapur.
Geplante LME Molybdän Futures Spezifikation
- Kontrakt-Größe: 6 Tonnen (t) Molybdän, geliefert in 10 gebrannte Molybdän-Konzentrate.
- Lieferbar in 100, 200 oder 250 kg Fässer
- Störstellenniveaus:
- Kupfer (0,50%)
- Schwefel (0,10%)
- Kohle (0,10%)
- Phosphor (0,05%)
- Blei (0,05%)
Gebranntes Molybdän-Konzentrat lieferbar mit einem Molybdängehalt von 57-63 %.
Share/SaveDer fossile Brennstoff Erdgas ist in der Reinform form-, farb-, und geruchlos. In dem Gemisch verschiedener Kohlenwasserstoffe (z. B. Methan, Ethan, Propan und Butan) sowie u. a. Kohlendioxid, Stickstoff und Schwefelwasserstoff können darüber hinaus auch Edelgase (z. B. Helium) enthalten sein. Erdgas entsteht auf ähnliche Weise wie Erdöl und kommt daher oft in unterirdischen Lagerstätten zusammen mit Erdöl vor. In die Industrieregionen gelangt das Erdgas entweder über Pipelines oder durch den Transport mit speziellen Tankschiffen.
Erdgas ist nach seiner erstmaligen kommerziellen Nutzung im Jahr 1785 in Großbritannien zu einem der wichtigsten Energieträger geworden. Es deckt rund 25% des weltweiten Energiebedarfs ab. Als Kraftstoff für PKW und als Heizgas in privaten Haushalten gewinnt Erdgas immer mehr an Bedeutung.
Die Hauptförderländer sind Russland mit 22% und die USA mit 20% Weltanteil. Weitere bedeutende Förderstaaten sind Kanada mit 6,8%, Großbritannien mit 3,6%, Algerien mit 3,0%, Indonesien, die Niederlande, Norwegen, Usbekistan, Iran, Argentinien, Mexiko, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabische Emirate und Malaysia. Wichtige Importeure von Erdgas sind die USA, Deutschland, Japan, die Ukraine, Italien, Frankreich und Weißrussland.
Die nachgewiesenen Welterdgasreserven reichen nach Hochrechnungen noch knapp 67 Jahre. Ein großer Teil dieser Reserven wird im Nahen Osten und auf dem Gebiet der ehemaligen GUS-Staaten vermutet.
Der Preis für Erdgas korreliert sehr stark mit dem Ölpreis. In Europa besteht sogar eine Preisbindung von Erdgas an den Preis für Heizöl.
Der wichtigste Handelsplatz für Erdgas ist die New York Mercantile Exchange (NYMEX). Der dort gehandelte Henry-Hub-Natural Gas-Future bezieht sich auf Erdgas zur Auslieferung an dem Pipeline-Knotenpunkt Henry Hub in Louisiana (USA). Die Kursfeststellung erfolgt in US-Dollar pro mmBtu (1 Millionen British Thermal Units). Die britische Wärmeeinheit mmBtu entspricht der benötigten Energiemenge, die zur Erhitzung eines Pfund Wasser um ein Grad Fahrenheit benötigt wird. (1 Btu = 1.055,06 Joule)
Ein weiterer Handelsplatz für Gas ist die International Petroleum Exchange (ICE) in London. Der Future bezieht sich auf Erdgas zur Einlieferung ins britische Gasnetz. Die Notierung erfolgt in britischen Pence pro 100.000 Btu. Der Energiewert entspricht folglich einem Zehntel des Henry-Hub-Gas-Futures.
Die beiden Gas-Future sind sehr stark auf den jeweiligen lokalen Energiemarkt ausgerichtet und somit schwer vergleichbar.
Wichtige Börsen: NYMEX und ICE
Kontrakt-Zyklen – monatlich
Kontrakt-Größe: NYMEX: 10.000 mmBtu, ICE: 1.000 mmBtu
Share/Save
Das silberfarbene, stark glänzende Metall ist relativ hart, gut zu verarbeiten, magnetisch und leitfähig. In über 300.000 verschiedenen Produkten kommt Nickel zum Einsatz. Man schätzt, dass jährlich ca. 4,5 Mio. Tonnen nickelhaltigen Schrotts recycelt werden. Beinahe 25 % der weltweiten Nachfrage nach Nickel wird so gedeckt. Für den Menschen wirkt Nickel in reiner Form giftig, obwohl es als Spurenelement in geringen Mengen auch im menschlichen Körper vorkommt.
Vor allem bei der Herstellung von Edelstahlsorten und anderen rostbeständigen Legierungen wird Nickel verarbeitet. Über zwei Drittel der Nickelproduktion fließen in diesen Bereich. Beim Flugzeugbau werden spezielle Nickellegierungen für die Herstellung von Turbinenblättern oder anderer kritischer Bestandteile der Triebwerke verwendet. Vergleichbare Anwendungsbereiche für Nickellegierungen gibt es bei Kraftwerken. Auch bei der Herstellung von Münzen als Ersatz für Silber und in Akkus kommt Nickel zum Einsatz. Die Baubranche ist, neben der Automobilindustrie, ein wichtiger Verbraucher unterschiedlichster Edelstahlsorten. Der Bauboom in China sorgt hier für steigenden Bedarf. Vor allem die Edelstahlsorten, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften beim Bau von Hochhäusern gebraucht werden können, sind in China begehrt, da das Land zurzeit eine Großstadt nach der anderen emporschießen lässt.
Ungefähr zwei Drittel des weltweiten Nickelverbrauchs werden für die Produktion von rostfreiem Stahl verwendet. Durch die Steigerung der Produktionskapazität kann wahrscheinlich nicht die steigende Nachfrage befriedigt werden. Dies und die Tatsache, dass es keinen wirtschaftsfähigen Ersatz gibt, sprechen für weitere Erforschung von Nickelressourcen. Die weltweite Produktion von Nickel übertrifft aktuell 1,3 Millionen metrische Tonnen pro Jahr. Die weltweiten Nickelreserven werden auf nur 140 Millionen metrische Tonnen geschätzt. Russland, Kanada, Neukaledonien, Kuba und Australien sind die Hauptproduzenten von Nickel.
Die weltweiten Zinkreserven schätzt man auf 1,9 Milliarden Tonnen. Elementares Zink kommt in der Natur nicht vor. Wichtigste Zinkerze sind Zinkblende und Zinkspat. Wichtige Vorkommen sind in Kanada, Russland, Australien und Kuba. Ungefähr 40% der weltweiten Nickelproduktion werden nach Europa geliefert, gefolgt von Asien und Amerika. Der Nickelverbrauch nimmt wegen der jährlich stark steigenden Stahlproduktion in China überproportional zu. Ein Fünftel der Weltproduktion von Edelstahl findet mittlerweile in China statt. Aufgrund der dafür nicht ausreichenden eigenen Nickelvorkommen ist der Import von Nickel unumgänglich. Die weltweite Produktionsmenge hat sich seit 1970 mehr als verdoppelt. Die Lagerbestände des größten Nickelproduzenten, Norilsk Nickel, haben großen Einfluss auf das Nickelangebot.
Nickel wird an der London Metal Exchange (LME) in US-Dollar je Tonne (t) gehandelt, wobei ein Kontrakt 6 t umfasst.
Wichtige Börsen: LME
Kontrakt-Zyklen: täglich neu, Cash-Lieferung und 3-Monats-Kontrakt, zusätzlich Kontrakte mit Laufzeiten bis zu 27 Monaten
Kontrakt-Größe: 6 t
Share/Save1803 entdeckte William Hyde Wollaston das Palladium und benannte es nach dem kurz zuvor entdeckten Asteroiden Pallas, den man seinerseits nach der griechischen Göttin Pallas Athene benannt hatte. Das silberweiß glänzende Palladium zählt zu den vier Edelmetallen und ist ein Metall der Platingruppe. Es besitzt eine etwas höhere Härte als Platin. Bei Raumtemperatur kann Palladium bis zum 850-fachen seines Volumens an Wasserstoff aufnehmen. Palladium ist ein sehr seltenes Element, kommt aber noch etwas häufiger vor als Gold und Platin. Vielfach wird Palladium als das günstigere Platin bezeichnet, da beide Edelmetalle einige Ähnlichkeiten bezüglich ihrer chemischen Eigenschaften zeigen.
Palladium fällt vor allem bei der Förderung anderer Metalle als Nebenprodukt an, so etwa in Südafrika bei der Platin-, in Russland und Kanada bei der Nickelförderung. Daher setzt sich die Gewinnung von Palladium trotz bestehenden Überangebots und niedriger Preise weiter fort.
Die wichtigsten Produzenten des weltweiten Angebots von jährlich etwa 220 Tonnen sind Russland mit einem Anteil von 46 %, Südafrika mit 36 % und die USA mit 8 %.
Palladium wird vor allem in der Autoindustrie verwendet (57 %), speziell bei der Herstellung von Katalysatoren für Fahrzeuge. In der Elektrotechnik werden weitere 21 %, in der Zahntechnik 12 % verarbeitet. In der Schmuckindustrie (4 %) wird Palladium zur Herstellung von Weißgold eingesetzt. Die Legierung wird vor allem in Asien gerne in Ringen und Schmuckstücken verwendet. Ein weiterer Abnehmer ist der Bereich Chemie (6 %). Anders als beim Platin zeigten sich die Auswirkungen der Wirtschaftskrise beim Palladium in 2008 nicht ganz so deutlich. Die Nachfrage stieg trotz Konjunkturflaute um 0,5 Tonnen auf 213,1 Tonnen. Rückläufig war der Palladiumbedarf für Fahrzeugkatalysatoren in den USA. Doch er wurde kompensiert von einer stärkeren Nachfrage aus Europa, China und dem Rest der Welt. Zuwächse verzeichnete auch die Nachfrage aus der Schmuckindustrie und die zu Investitionszwecken, was insofern bemerkenswert ist, als das Palladium das Edelmetall ist, an das man zu Investitionszwecken eigentlich am wenigsten denkt. Da Palladium bei Temperaturen bis 950°C verwendet werden kann und Platin nur bis 650°C, dürfte die Nachfrage nach Palladium stark ansteigen. Palladium wird auch als Elektrodenmaterial in Brennstoffzellen eingesetzt und soll als Speichermaterial für Wasserstoff im zukünftigen Wasserstoffauto dienen.
Die Schmuckindustrie orderte 2008 mehr Palladium. Ihre Nachfrage stieg um 19,6% auf 26,6 Tonnen. In den USA und Europa wurden 3,3 Tonnen mehr Palladium als im Vorjahr geordert. Das zeigt, dass Palladiumschmuck durchaus populär ist, ist aber immer noch wenig im direkten Vergleich zu China. Im Reich der Mitte stieg der Palladiumverbrauch der Schmuckindustrie von 15,5 in 2007 auf 20,2 Tonnen in 2008. Ein Grund für diesen Anstieg war, dass die Vorräte von altem 950er Palladium, das wieder verwendet werden kann, langsam zur Neige gehen.
Wichtigste Börsen: NYMEX Comex Division, LPPM (London Platinum and Palladium Market), Tokyo Commodity Exchange.
Notierung: U.S. Dollar und Cents pro troy ounce (oz.)
Kontrakt-Zyklen: März, Juni, September und Dezember.
Kontrakt-Größe: 100 oz.
Share/SaveAus dem spanischen Wort für Silber platina aufgrund der weißlich-grauen Farbe leitet sich die Herkunft des Namens des Edelmetalls Platin ab. Vergleicht man sie mit Gold und Silber, ist die Geschichte des Platin noch eine ziemlich kurze, denn erst 1856 gelang es dem deutschen Chemiker und Apotheker Wilhelm Carl Heraeus, das Platin in einer Knallgasflamme zu schmelzen und dadurch einer verbesserten Verwendbarkeit entgegenzuführen.
Platin ist ein sehr seltenes Metall, weist einen hohen Siedepunkt auf, lässt sich leicht verformen und besitzt eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit. Platin verfügt ebenso über eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Luft, Wasser und bestimmten Säuren. In der Legierung mit einem anderem Metall aus der Platingruppe, dem Iridium, entsteht eine sehr temperaturbeständige und harte Struktur. Das Pariser Urmeter und das Prototyp-Kilogramm bestehen daher aus einer solchen Platin-Iridium-Legierung.
Bei Preisen über 1.000 Dollar pro Feinunze gilt Platin mit Abstand als das teuerste der vier Edelmetalle, was in den weltweit beschränkten Vorkommen und den verhältnismäßig aufwendigen Methoden zur Förderung begründet liegt. Man braucht zehn Tonnen Erz und einen 5-monatigen Veredelungsprozess, um eine Unze Platin mit 95 % Reinheitsgehalt, dem handelsüblichen Standard in Europa und den USA zu erhalten.
Wichtigster Platinproduzent ist Südafrika mit einem Marktanteil von 74,8 %. Der im Nordosten Südafrikas gelegene Bushveld-Komplex ist ein 66.000 Quadratkilometer großes Gebiet, in dem die weltgrößten Reserven an Platin liegen. Hier fördern auch die beiden wichtigsten Platinproduzenten der Welt, die Anglo Platinum und die Impala Platinum. Der zweite bedeutende Produzent ist Russland mit 16,8 % Marktanteil. Hier beherrscht vor allem der russische Minenkonzern Norilsk Nickel den Markt. Die verbleibenden Marktanteile der Platinproduktion teilen sich Kanada, die USA und die übrige Welt. Reine Platinbergwerke gibt es vor allem in Südafrika, ansonsten fällt Platin hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Förderung von Buntmetallen an. Nur etwa 15 % der Jahresproduktion stammen aus dem Recycling von platinhaltigem Schrott.
Die Nachfrage nach Platin übertrifft schon seit vielen Jahren die Fördermenge und konnte nur durch den verstärkten Abbau russischer Lager befriedigt werden.
In der Automobilindustrie wird der größte Anteil der Platinproduktion (43 %) für die Herstellung von Katalysatoren verwendet. Der zweite bedeutende ist die Schmuckindustrie mit 34 %. Die verbleibenden Anteile verteilen sich auf chemische Industrie, High-Tech-Bereich (Herstellung von Computerfestplatten) und die Glasherstellung. Obendrein setzt man Platin überall dort ein, wo Stoffe gefragt sind, die nicht korrodieren dürfen: z. B. in der Medizin, Elektrotechnik und Petrochemie. Mit einem Anteil von 0,1 % ist die Produktion von Brennstoffzellen noch relativ unwichtig für den Verbrauch von Platin. Bis 2015 jedoch soll der Bereich 10 % der Platinproduktion abnehmen.
In Bezug auf Leitfähigkeit, Verarbeitung und Wirkung mit anderen chemischen Substanzen besitzen Platin und Palladium sehr ähnliche Eigenschaften. Bei Platinknappheit und den damit einhergehenden hohen Preisen kann die Industrie Platin durch das günstigere Palladium ersetzen. Einzige Ausnahme: die Schmuckindustrie.
Platin Futures werden unter anderem an der COMEX Division der New York Mercantile Exchange (NYMEX / COMEX Division) gehandelt.
Wichtigste Börsen: NYMEX Comex Division, CBOT (Chicago Board of Trade), LPPM (London Platinum and Palladium Market), Tokyo Commodity Exchange.
Notierung: U.S. Dollar und Cents pro troy ounce (oz.)
Kontrakt-Zyklen: Es gibt Platin Futures die alle 12 Monate des Jahres enden, aber die hauptsächlichen Handelsmonate sind Januar, April, Juli und Oktober.
Kontrakt-Größe: 50 oz.
Share/SaveDie viehwirtschaftlichen Rohstoffprodukte gehören zur Gruppe der Agrar-Rohstoffe. Der Handel an den Terminbörsen findet bei den Schweineprodukten in Form von lebenden Tieren, dem so genannten Magerschwein, und in Form von Schweinebäuchen statt.
Die Schweinebäuche (engl.: Pork bellies) dienen zur Herstellung von Speck (engl.: Bacon) und werden in tiefgefrorener Form angeboten. Der Handel von Schweinebäuchen ist in den letzten Jahren extrem stark zurück gegangen. Die Future-Umsätze erreichen im Vergleich zu 80er Jahren gerade einmal die 10% Marke.
Einflussfaktoren auf der Angebots- & Nachfrageseite sowie auf die Preisentwicklung sind vor allem beim Ausgangsprodukt zu suchen. Die Schweinefleisch-Nachfrage steigt in den Sommermonaten an, was ab dem Frühjahr tendenziell zu höheren Kursen führt. Ein weiterer bedeutender Faktor ist die Preisentwicklung der Futtermittel (z.B. Mais und andere Getreidearten), die für die Aufzucht der Schweine benötigt wird. Modetrends, aber auch Tierseuchen und Epidemien (beispielsweise Schweinepest, BSE, Vogelgrippe) wirken sich nicht nur auf die betroffene Fleischgruppe selbst aus, sondern erzeugen einen wechselseitigen Substitutionseffekt auf alle Fleischarten. Allerdings kann durch die Lagerhaltung der gefrorenen Schweinebäuche das jeweilige Nachfrageverhalten der Endkonsumenten kurzfristig gesteuert werden.
Bedeutendster Handelsplatz für Schweinebäuche ist die Chicago Mercantile Exchange (CME). Die gehandelten Kontrakte notieren in US-Cent pro amerikanischen Pfund (lb.) und umfassen 40.000 lbs. (1 lb. = 0,453592 kg, 1 t = 2.204,62 lbs.) Die Tick-Größe beträgt 0,00025 US/pound (10 US$/Kontrakt).
Wichtige Börsen: Chicago Mercantile Exchange (CME)
Kontrakt-Zyklen: Februar, März, Mai, Juli, August
Kontrakt-Größe: 40.000 lbs.
Share/SaveSilber konnte im Altertum noch direkt an der Erdoberfläche oder in sehr geringer Tiefe gefunden werden. Das Edelmetall wird schon seit 5000 v. Chr. von Menschen verarbeitet. Um 600 v. Chr. stieg seine Bedeutung, als die Griechen die ersten Silbermünzen herstellten. Hinsichtlich dieser Nutzung als Geldmetall hatte Silber bis ins 20. Jahrhundert hinein größere Bedeutung als Gold. Der Kongress der Vereinigten Staaten entschied 1792, das ausgegebene Geld durch Gold und Silber zu decken. Der zu dieser Zeit eingeführte Silberdollar wurde noch bis 1965 hergestellt. Gegenwärtig sind nur noch in Mexiko Silbermünzen im Umlauf.
Silber überflügelt alle anderen Metalle in punkto Helligkeit der Farbe, Polierfähigkeit und Reflexionsvermögen. Das weiße Metall hat zudem die höchste Leitfähigkeit aller Metalle für Elektrizität und Wärme. Es ist leicht zu verarbeiten und reagiert nur mit einigen wenigen chemischen Substanzen. Da Silber in Reinform zu weich ist, wird es als Legierung mit Kupfer verwendet. Unter der in der Schmuckindustrie verwendeten Bezeichnung “Sterling Silber” ist eine Legierung mit einem Silberanteil von mindestens 92,5 % (d. h. 925) und Kupfer gemeint. Kupfer benutzt man, da es die Farbe des Silbers nicht verändert.
Reines Silber (so genanntes gediegenes Silber) ist in der Natur noch rarer als Gold. Silber wird daher verstärkt bei der Förderung von Basismetallen gewonnen. Silbererze sind häufig mit Bleierzen vermischt. In den USA fällt etwa 50 % der Silberminenproduktion als Nebenprodukt von Kupfer, Blei und Zink an. Dieser Trend dürfte sich in Zukunft noch verstärken. Jährlich gewinnt man beinahe 20.000 Tonnen.
Größter Silberproduzent ist Mexiko mit 15 % Marktanteil vor Peru (14 %), Australien (12 %), China und den USA (je 11 %). Etwa 25 % der Silberproduktion stammt aus dem Recycling von silberhaltigem Schrott. In den letzten Jahren nahm diese Quote beständig zu.
43 % der Weltproduktion werden in der Industrie verarbeitet. Da Bakterien und Keime auf einer Silberoberfläche nicht überleben können, wird Silber in der Lebensmitteltechnik, der chemischen Industrie und der Pharmazie eingesetzt. Auch in der Elektrotechnik, beispielsweise bei der Batterieherstellung, findet Silber Anwendung. Der Anteil der Herstellung von Schmuck- und Silberwaren (z. B. Besteck) beläuft sich auf 30 %. Dieser Bereich bleibt verhältnismäßig konstant.
Die Fototechnik ist mit 22 % drittwichtigster Abnehmer. Sie wird allerdings aufgrund der Verdrängung herkömmlicher Fotoapparate durch Digitalkameras immer weniger wichtig. In die Herstellung von Münzen und Medaillen schließlich fließen ungefähr 4 % der Silberproduktion.
Schon seit vielen Jahren übertrifft die Nachfrage nach Silber das Angebot. Der Silberpreis befindet sich daher in einem stabilen Aufwärtstrend, zumal auch die Reserven diverser Börsen und Staaten fast vollständig verbraucht sind. Erfolgreiche Investoren wie Warren Buffet und George Soros sollen in Silber und Silberaktien investiert sein.
Wichtigste Börsen: NYMEX Comex Division (New York Mercantile Exchange), CBOT (Chicago Board of Trade), LBMA (London Bullion Market Association), Tokyo Commodity Exchange.
Notierung: U.S. Dollars und Cents per ounce (oz).
Kontrakt-Zyklen: März, Mai, Juli, September und Dezember.
Kontrakt-Größe: 5.oo0 oz.
Share/SaveZur Familie der Hülsenfrüchtler gehört die Sojabohne (engl.: Soybeans). Die Pflanze stammt aus Ostasien und wird in China schon seit fast 5000 Jahren angebaut. Ihren Siegeszug in die restlichen Teile der Welt trat sie erst im 17. und 18. Jahrhundert an. Gemessen an der Anzahl gehört der Sojabohnen-Future hinter Rohöl und Mais zu den drittliquidesten Warenterminkontrakten.
Die Sojabohne ist eine Ölpflanze, dessen 17-prozentiger Ölanteil für Bohnen ungewöhnlich hoch ist. Das pflanzliche Fett und der 40-prozentige Eiweiß-Gehalt sind für Mensch und Tier ein wertvoller Proteinlieferant.
Die weltweite Nachfrage nach Sojabohnen bzw. dessen Produkte steigt seit vielen Jahren überproportional an. Sie liegt deutlich über denen anderer Getreidearten (wie Mais und Weizen) und auch über denen der Bevölkerungsentwicklung. Verantwortlich für den Nachfrageboom ist der Einsatz der Pflanze als Futtermittel und das wachsende Interesse an Bio-Kraftstoffen. Die größten Anbaugebiete, auf denen die 220 Millionen Tonnen Sojabohnen jährlich geerntet werden, sind auf dem amerikanischen Kontinent (USA, Brasilien und Argentinien) zu finden. Mit Abstand größter Exporteuer ist USA. Importeure sind China und die EU, gefolgt Japan und Mexiko.
Der für Landwirtschaftsprodukte bedeutendste Einflussfaktor auf die Angebotssituation ist das Wetter. Der saisonale Anbau- und Ernterhythmus (Preishochs werden häufig während der Pflanzzeit (Mai – Juni) erreicht, die Preistiefs liegen häufig im Umfeld der Erntezeit im Herbst). die Bevölkerungszunahme in Verbindung mit dem wachsenden Wohlstand (stärkere Fleischnachfrage und somit Futtermittelnachfrage), wachsende Nachfrage nach Biokraftstoffen (Ethanol), der Einfluss von der politischen Seite (Stichworte wie: Subventionen oder Handelsrestriktionen) und die Genforschung sind weitere wichtige Einflussgrößen. Sojarost, eine aus Asien stammende aggressive Pilzerkrankung, ist eine zunehme zusätzliche Gefahr für die großen Monokulturen.
Wichtigster Handelsplatz für US-Sojabohnen ist die Chicago Board of Trade (CBOT), wobei hier ein Mini-Future (Ticker-Symbol: Y) und zusätzlich seit dem Jahr 2005 auch ein Kontrakt auf südamerikanische Sojabohnen gehandelt wird. Die gehandelten Kontrakte notieren in US-Cent je Scheffel (engl.: Bushel, Einheit: bu.), wobei ein Kontrakt 5.000 Scheffel umfasst (1 bu. Sojabohnen = 27,2155 kg). Wie bei vielen anderen Rohstoffen auch, werden Sojabohnen auch an weiteren Rohstoffbörsen gehandelt, beispielsweise in Brasilien, Argentinien, China und Japan.
Wichtige Börsen: CBOT
Ticker-Symbol: Parkett (”open outcry”): S, im elektron. Handel (a/c/e): ZS Tick-Größe: ¼ US-Cent pro bushel (12,50 US$ pro Kontrakt)
Kontrakt-Zyklen: jeder 2. Monat, beginnend mit Januar, sowie im August
Kontrakt-Größe: 5000 bu. (Scheffel) Sojabohnen
Handelszeiten: auf dem Parkett von Montag – Freitag, 9.30-13.15 Uhr Chicago Zeit (CT), im elektronischen Handel: Sonntag – Freitag, 18.31-6.00 Uhr Chicago Zeit und 9.30-13.15 Uhr Chicago Zeit. Am letzten Handelstag endet der Handel bereits um 12.00 Uhr CT.
Share/SaveSojamehl (engl.: Soybean meal) ist ein Nebenprodukt, das bei der Ölgewinnung aus Sojabohnen anfällt. Andere zutreffende Bezeichnung für Sojamehl sind Sojapresskuchen oder nur Sojakuchen
Die Preisentwicklung von Sojamehl ist weniger von der Sojabohne abhängig, sondern vielmehr von der Nachfrage nach Sojaöl, da Sojamehl automatisch als Nebenprodukt bei der Ölgewinnung mit anfällt.
Sojamehl wird an der Chicago Board of Trade (CBOT) gehandelt, wobei der Kontrakt in US-Cent pro Short ton (Einheit: tn.sh.) notiert und 100 short tons Sojamehl (Sojaschrott) umfasst. “Short ton” ist eine angloamerikanische Maßeinheit der Masse, wobei: 1 tn sh. = 20 sh.ctw. = 2.000 lb = 907,18474 kg entsprechen.
Wichtige Börsen: CBOT
Ticker-Symbol: Parkett (”open outcry”): SM, im elektron. Handel (a/c/e): ZM Tick-Größe: 10 US-Cent pro short ton (10 US$ pro Kontrakt)
Kontrakt-Zyklen: Januar, März, Mai, Juli bis Oktober, Dezember
Kontrakt-Größe: 100 short tons Sojamehl
Handelszeiten: auf dem Parkett von Montag – Freitag, 9.30-13.15 Uhr Chicago Zeit (CT), im elektronischen Handel: Sonntag – Freitag, 18.31-6.00 Uhr Chicago Zeit und 9.30-13.15 Uhr Chicago Zeit. Am letzten Handelstag endet der Handel bereits um 12.00 Uhr CT.
Share/SaveSojaöl bzw. Sojabohnenöl (engl.: Soya oil, Soya bean oil) ist ein Speiseöl, das durch Extraktion oder Pressen der Samen von Sojapflanzen, der so genannten Sojabohne, gewonnen wird.
Das Sojaöl ist die Grundlage für die industrielle Herstellung von unzähligen Speise- & Tafelölen, Margarinesorten sowie Back- & Frittierfetten. Bei der Ölraffination wird zudem Lezithin gewonnen, das als Emulgator und Stabilisator, Feuchthalte- und Bindemittel in nahezu allen industriell erzeugten Lebensmitteln von Soßenüber Schokolade und Eis bis zu Gebäcken und Wurst enthalten ist.
Die immer wieder aufkeimende Peak-Oil-Debatte, die einen bevorstehenden Rückgang der Welt-Erdölfördermengen diskutiert, verstärkt die Verwendung von Sojaöl für die Herstellung von Biodiesel. Sojaöl bietet sich dank seiner hervorstechenden Umwelteigenschaften (hohe Treibhausklimaneutralität) und wegen seiner mit 93% extrem hohen Energie-Effizienz (= benötigte Energiemenge, die zum Anbau und Verarbeitung benötigt wird) als mögliches ideales Substitut für Benzin, Diesel und Heizöl förmlich an. (zum Vergleich: die Energie-Effizienz von Mais-Ethanol beträgt ca. 25%).
Die Preisentwicklung der Sojabohne hat direkten Einfluss auf das daraus hergestellte Sojaöl und dem Sojamehl, welches als Nebenprodukt anfällt. Es kann aber auch zu Rückkopplungseffekten kommen, wenn eins der beiden Produkte stärker bzw. geringer nachgefragt oder produziert wird.
Sojaöl wird an der Chicago Board of Trade (CBOT) gehandelt, wobei der Kontrakt in US-Cent je amerikanischen Pfund (Einheit: lb.) notiert und ein Kontrakt 60.000 lbs umfasst (1 lb = 453,59237 Gramm).
Wichtige Börsen: CBOT
Ticker-Symbol: Parkett (”open outcry”): BO, im elektron. Handel (a/c/e): ZL Tick-Größe: 1/100 US-Cent pro lb. (6 US$ pro Kontrakt)
Kontrakt-Zyklen: Januar, März, Mai, Juli bis Oktober, Dezember
Kontrakt-Größe: 60.000 lbs Sojaöl
Handelszeiten: auf dem Parkett von Montag – Freitag, 9.30-13.15 Uhr Chicago Zeit (CT), im elektronischen Handel: Sonntag – Freitag, 18.31-6.00 Uhr Chicago Zeit und 9.30-13.15 Uhr Chicago Zeit. Am letzten Handelstag endet der Handel bereits um 12.00 Uhr CT.
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Uran (engl.: Uranium) nach dem 1781 entdeckten Planeten Uranus (griech. ouranos, “Himmel”) benannt, wurde im Jahr 1789 von dem deutschen Chemiker Martin Heinrich Klaproth (1743-1817) entdeckt. Reines Uran ist ein radioaktives, verformbares, silbriges Schwermetall und gehört zur Gruppe der Actinoiden. In Gegenwart von Luft reagiert es unter Bildung einer dünnen Oxidschicht, in fein verteiltem Zustand ist es selbstentzündlich. In feiner Pulverform verbrennt es ab 170°C, in kompakter erst bei 700°C. In heißem Wasser und in verdünnter Salz- oder Salpetersäure löst es sich unter Wasserstoffentwicklung auf. Gegen Laugen ist es beständig.
Uran ist mit einer Dichte von 19,16 g/cm3 ähnlich schwer wie Gold, kommt aber viel häufiger vor als Gold, Silber oder Quecksilber. Das bedeutendste Uranerz ist die Uranoxid (Pechblende), ein stark radioaktives Mineral.
Im menschlichen Organismus wirken Uran und seine Verbindungen sehr giftig, aufgrund der Radioaktivität sind sie stark krebserzeugend.
Triuranoctoxid, besser bekannt unter seiner Summenformel “U3O8″, ist der wichtigste Bestandteil von Uranerzen. Das Uranoxid ist das erste Zwischenprodukt, das beim Abbau von Uranerzen gewonnen-, bevor es später in Urandioxid gewandelt wird. Ein Konzentrat aus 70-90 Gewichtsprozenten Uranoxid (U3O8) nennt man Yellowcake (dt.: gelber Kuchen), benannt nach seinem gelben Aussehen.
Die weltweiten Uran-Vorkommen zeigen große Unterschiede in geologischer Situation, Größe, Konzentration und Eignung zum Abbau. Lagerstätten werden allgemein in Kategorien entsprechend der Zuverlässigkeit eingeteilt, mit der ihr Uran-Inhalt bekannt ist (“reasonably assured resources” (RAR), “estimated additional resources category I” und II (EAR I bzw. EAR II) und “speculative resources” (SR)) und entsprechend der erwarteten Abbaukosten (bis zu 40, 80 und 130 US$ pro kg Uran bzw. in US$ pro lb Uran: 15,38 US$, 30,77 US$ und 50 US$.
Zu den weltweit größten Uranproduzenten gehören Cameco Corp. (CAN) und Rio Tinto Plc / Ltd. (GB, AUS). Mit deutlichen Abstand folgen BHP Billiton Plc / Ltd. (GB, AUS), Areva NC (F), sowie die nichtbörsennotierten Gesellschaften TVEL Corp. (RU) und Heathgate Resources Ltd. (AUS). Den verbleibenden Anteil (1/4 der Jahresproduktion) decken weitere Gesellschaften ab. Eine Auswahl von den schätzungsweise 500 existierenden Unternehmen, inklusive vieler Explorer, sind in der Uran-Minenliste zu finden.
Der Uranpreis, der zur Zeit einmal pro Woche festgelegt wird, stieg allein von Januar 2005 bis April 2007 von 20 auf über 100 US$ pro lb U3O8.
Der Uran-Handel unterliegt strengen staatlichen und internationalen Vorschriften. Die Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) überwacht die Uran-Exporte auf Basis bilateraler Verträge mit jedem Zielland. In den Verträgen sind die rein zivile Uranverwendung und Kontrollmöglichkeiten geregelt.
Die Preisbildung wird aktuell einmal pro Woche vorgenommen. (Ausnahme im Zertifikate/Optionsschein-Bereich sind Produkte auf Einzelaktien bzw. Baskets auf Uran-Minen.)
Wichtige Börsen: NYMEX ClearPort & CME Globex
Notierung: U.S. Dollars und Cents pro Pfund.
Kontrakt-Zyklen: 60 aufeinanderfolgende Monate
Kontrakt-Größe: 250 lbs.
Share/SaveWeizen (engl.: Wheat) ist eine Getreideart (wie Mais, Reis, Hirse, Roggen, Hafer), die zur Familie der Süßgräser (Poaceae) gehört. Die ersten von Menschen angebauten Weizenarten im vorderen Orient waren Einkorn und Emmer. Die ältesten Nackt-Weizenfunde stammen aus der Zeit zwischen 7800–5200 v. Chr. Damit ist Weizen nach Gerste die zweitälteste Getreideart. Der Siegeszug von Weizen begann im 11. Jahrhundert mit dem aufkommenden Weißbrot. Heute ist Weizen die am häufigsten angebaute Getreideart und nimmt den größten Anteil der Getreideanbauflächen ein.
Die verschiedenen Arten des Weizen stellen das zweit meistangebaute Getreide der Welt dar (nach Mais, gefolgt vom Reis). Je nach Aussaat-Zeitpunkt und Klimazonen werden die unterschiedlichen Weizenarten an verschiedenen Terminbörsen gehandelt. Der “rote, weiche Winterweizen” wird an der CBOT und der “rote, harte Winterweizen” an der KCBT gehandelt. Da es sich dabei nur um Weizen handelt, der in den USA angebaut wird, werden die Weizenarten auch gern nach den Anbauregionen bezeichnet: Kansas-Hartweizen (Region: Kansas, Texas, Nebraska, Oklahoma) und der Chicago-Weichweizen (Illinois, Missouri).
Die Weltjahresproduktion von ca. 630 Millionen Tonnen deckt rund 1/5 des Kalorienbedarfs der Weltbevölkerung ab. Das Mehl aus dem Chicago-Weizen wird überwiegend für Kuchen, Kekse, Snacks und Cracker verwandt, die andere Weizensorte vornehmlich für Brot und Nudeln. Zudem ist die Nutzpflanze ein wichtiges Futtermittel in der Viehwirtschaft. Die stetig steigenden Rohölpreise generieren eine Nachfrage nach Getreide, das zur Herstellung von Biokraftstoffen (Ethanol) verwendet wird.
Die größten Produzenten von Weizen sind China, Indien, die USA und Frankreich. Deutschland belegt zwar nur Platz 8, es kann aber einen durchschnittlichen Hektar-Ertrag von ca. 75 dt/ha aufweisen. Im Vergleich dazu liegt der weltweite Durchschnitt nur bei 29 dt/ha. Als Exporteure treten in erster Linie Argentinien, Australien, die EU, Kanada und die USA auf. Als Importeure treten neben Russland verstärkt asiatische Staaten auf.
Der für Landwirtschaftsprodukte bedeutendste Einflussfaktor auf die Angebotssituation ist das Wetter. Trockenes Wetter und lang anhaltende Dürre können das Angebot und die Preise genauso beeinflussen, wie zu feuchte Witterung, extreme Temperaturschwankungen oder Umweltkatastrophen. Der saisonale Anbau- und Ernterhythmus (Preistiefs oft in den Erntemonaten im Sommer), die bereits erwähnte Nachfrage nach Biokraftstoffen und der Einfluss von der politischen Seite (Stichworte wie: Subventionen oder Handelsrestriktionen) stellen weitere wichtige Einflussgrößen dar.
Wichtigste Handelsplätze sind für den Chicago-Weizen (engl.: Soft Red Winter Wheat) die Chicago Board of Trade (CBOT), für den Kansas-Weizen (engl.: Hard Red Winter Wheat) ist es die Kansas City Board of Trade (KCBT). Die gehandelten Kontrakte notieren an beiden Börsen in US-Cent je Scheffel (engl.: Bushel, Einheit: bu.), wobei ein Kontrakt 5.000 bu.
Wichtige Börsen für Chicago-Weizen: CBOT Wichtige Börsen für Kansas-Weizen: KCBT
Kontrakt-Zyklen: März, Mai, Juli September, Dezember
Kontrakt-Größe: 5.000 bu.
Share/SaveZink ist ein bläulich-weißes Metall und wird unter anderem zum Verzinken von Eisen und Stahlteilen, sowie für Regenrinnen verwendet. Der Name Zink kommt von “Zinke, Zind” = Zahn, Zacke, da Zink zackenförmig erstarrt.
Zinkerze sind vor allem in Australien, Peru, Kanada, USA und in China zu finden. In Europa gibt beziehungsweise gab es Zinkminen in Irland, Spanien und Schweden. Deutsche Zinkerzlagerungsstätten existierten bei Eschweiler im Rheinland oder am Rammbelsberg im Harz. Chemisch zählt Zink zu den unedlen Metallen.
Zink wird häufig zur Produktion von kostengünstigen Gussteilen verwendet, da der Zinsdruckguss die rasche Fertigung von großen Stückzahlen unterschiedlichster Produkte erlaubt. Weitere Vorteile dieses Werkstoffs im Zinkdruckgussverfahren sind hohe Maßhaltigkeit, Eignung zu unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen, sowie die hohe mechanische Belastbarkeit. Das Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten reicht von der Kfz-Industrie über den Maschinen- und Anlagenbau, die Sanitärindustrie sowie die Feingeräte- und Elektrotechnik bis hin zu Gebrauchsgegenständen und Spielzeug.
Zink wird häufig zur Produktion von kostengünstigen Gussteilen verwendet, da der Zinkdruckguss die rasche Fertigung von großen Stückzahlen unterschiedlichster Produkte erlaubt. Weitere Vorteile dieses Werkstoffs im Zinkdruckgussverfahren sind hohe Maßhaltigkeit, Eignung zu unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen, sowie die hohe mechanische Belastbarkeit. Das Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten reicht von der Kfz-Industrie über den Maschinen- und Anlagenbau, die Sanitärindustrie sowie die Feingeräte- und Elektrotechnik bis hin zu Gebrauchsgegenständen und Spielzeug.
Im Dachdecker- und Klempnerhandwerk wird in der Regel Titanzink verwendet, das mechanisch deutlich stabiler ist. Der unedle Charakter des Metalls wird auch beim Rostschutz durch Verzinken ausgenutzt. Der Zinküberzug bildet gemeinsam mit dem Eisen ein elektrochemisches Lokalelement. Auf Grund des niedrigen Standardpotenzials und der einfachen Formbarkeit wird Zink auch als negative Elektrode in galvanischen Zellen – beispielsweise bei der Produktion von Zink-Kohle-Monozellen – eingesetzt.
Zink zählt zudem zu den essentiellen Spurenelementen für den Stoffwechsel von Lebewesen. Es ist Bestandteil mehrerer Enzyme und erfüllt im menschlichen Körper viele unterschiedliche Funktionen. Es nimmt eine Schlüsselrolle im Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel ein und ist darüber hinaus am Aufbau der Erbsubstanz und beim Zellwachstum beteiligt. Sowohl das Immunsystem als auch viele Hormone benötigen Zink für ihr Funktionieren. Das Spurenelement Zink kann im Körper nicht gespeichert werden und muss also regelmäßig von außen zugeführt werden. Wegen falscher Ernährungsgewohnheiten ist Zinkmangel weltweit eine Art Volkskrankheit geworden. Vor allem Jugendliche benötigen für ihr Wachstum viel Zink.
Wichtige Börsen: LME (London Metal Exchange).
Notierung: U.S. Dollars pro Tonne (t)
Kontrakt-Zyklen: monatlich, bis 27 Monate.
Kontrakt-Größe: 25 t
Share/SaveZinn ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Sn und der Ordnungszahl 50. Es ist ein silberweiß glänzendes und sehr weiches Schwermetall. Auffällig sind sein niedriger Schmelzpunkt und die relativ hohe Siedetemperatur.
Zinn wird überwiegend aus Zinnseifenablagerungen in Flüssen oder auf dem Meeresgrund gewonnen und stammt nur zu einem Fünftel aus Minen. Das form- und dehnbare Metall kann vielfältig genutzt werden und kommt vor allem in der Elektro-Industrie (Lötmaterialien, 45 Prozent), bei der Herstellung von Stahlcontainern für Lebensmitteltransporte (Weißblech) und in der chemischen Industrie zum Einsatz.
Wichtigster Handelsplatz für Zinn ist die London Metal Exchange (LME), wo der Zinn-Future allerdings zu den am wenigsten gehandelten Kontrakten gehört. Die gehandelten Kontrakte notieren in US-Dollar je Tonne und werden auf täglicher Basis für jeweils drei Monate neu eröffnet. Zusätzlich werden ein Spot-Preis für unmittelbare Lieferung und Termine mit einer Laufzeit von bis zu 15 Monaten angeboten. Ein Kontrakt umfasst jeweils 5 Tonnen.
Wichtige Börsen: LME (London Metal Exchange).
Notierung: U.S. Dollars pro Tonne (t)
Kontrakt-Zyklen: Spot-Preis unmittelbare Lieferung, tägliche für 3 Monate, wöchentlich von 3 – 6 Monate, monatlich von 7 – 15 Monate.
Kontrakt-Größe: 5 t
Share/SaveZucker (Saccharose) wird überwiegend aus Zuckerrüben und Zuckerrohr gewonnen. Chemisch und physikalisch besteht kein Unterschied zwischen Rüben- und Rohrzucker. Der uns vertraute weiße Zucker setzt sich aus vier verschiedenen Zuckerarten zusammen: Glukose, Dextrose, Fruktose (Fruchtzucker) und Laktose (Milchzucker). Alle Zuckerarten gehören der Gruppe der Kohlenhydrate an. In vielen Pflanzen findet sich Zucker. In höchster Konzentration jedoch kommt er in der Zuckerrübe (8-22%) und im Zuckerrohr (7-18%) vor.
Zuckerrohr baut man in tropischen und subtropischen Regionen an, da es dort Zeiten mit sehr viel Niederschlag und Abschnitte mit großer Hitze und Trockenheit gibt. Die Zuckerrübe hingegen baut man vor allem in gemäßigten Klimazonen an, da für sie Niederschläge im ganzen Jahr bei mäßigen Temperaturen ideal sind. Während Zuckerrohr das ganze Jahr über angebaut und geerntet wird, wird die Zuckerrübe im Frühjahr ausgesät und im Herbst geerntet. 70 % des in über 100 Ländern produzierten Zuckers kommt aus dem Zuckerrohr. wobei dieser Anteil noch immer weiter anwächst, da Zucker aus Zuckerrohr weniger preisempfindlich ist, ist doch die Pflanze nicht von saisonalen Zyklen abhängig. Zuckerrüben hingegen stammen vornehmlich aus der EU und Russland. Die Zuckerrübe ist eine vergleichsweise junge Kulturpflanze und wird erst seit etwa 200 Jahren zu Zucker verarbeitet.
Aus Brasilien, als dem bedeutendsten Zuckerproduzenten und -exporteur kommen ca. 16% der Zuckerproduktion, gefolgt von Indien (14%), China (6%) und den USA (5%). Die wichtigsten Herstellerländer innerhalb Europas sind Frankreich, Deutschland und Polen. In Brasilien gilt Zuckerrohr als die wichtigste Energiepflanze. Der größte Produzent und Exporteur verarbeitet nämlich die Hälfte seiner Zuckerernte zu Treibstoff für Autos. Über 60% der weltweiten Ethanolproduktion stützt sich auf Zucker.
Zucker wird an mehreren Börsen und in unterschiedlichen Klassifizierungen gehandelt. Der wichtigste Kontrakt ist der am New York Board of Trade (NYBOT) gehandelte Zucker No. 11, der sich ausschließlich auf Rohrzucker bezieht. Der Future wird in US-Cent pro amerikanisches Pfund (lb) gehandelt und umfasst 112.000 lbs. Das entspricht in etwa 50 Tonnen (1 lb = 0,453592 kg).
Zucker No. 14, der ebenfalls an der New York Board of Trade (NYBOT) gehandelt wird, bezieht sich auf Zucker amerikanischer Herstellung.
Der an der Londoner International Financial Futures Exchange (LIFFE) gehandelte White Zucker No. 5 schließt den europäischen Rübenzucker mit ein. Die Notierung erfolgt in US-Dollar pro Tonne, ein Kontrakt umfasst 50 Tonnen.
Wichtige Börsen: NYBOT und LIFFE
Kontrakt-Zyklen – NYBOT: Januar, März, Mai, Juli und Oktober
Kontrakt-Zyklen – LIFFE: März, Mai, August, Oktober und Dezember
Kontrakt-Größe: NYBOT: 112.000 lbs, LIFFE: 50 t
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